Blitzbetrieb

LED-Beleuchtungen können neben dem konstanten Dauerbetrieb auch im Blitzbetrieb arbeiten.
Hierbei wird zwischen dem Blitzbetrieb mit der Nennspannung der LED-Beleuchtung (z.B. 24V) und dem Blitzbetrieb mit der doppelten Nennspannung (z.B. 48V)- auch Überblitzen genannt- unterschieden.
Beide Varianten dienen der Verlängerung der Lebensdauer der Beleuchtung.
Das Überblitzen mit der doppelten Spannung führt zusätzlich zu einer Erhöhung der Lichtstärke.
Als Faustformel kann bei doppelter Spannung nahezu die doppelte Lichtstärke erzielt werden.
Eine wichtige Kenngröße des Blitzbetriebs ist der duty cycle [D] auch Tastgrad genannt. Der duty cycle [D] ist das Verhältnis der Pulsdauer zur Pulsperiode, wobei die Pulsdauer [TON] die Zeit beschreibt, bei der die Beleuchtung angeschaltet ist und die Pulsperiode [TP] die Zeit beschreibt, bei der die Beleuchtung einmal ein- und ausgeschaltet wird.



Bei dem Überblitzen mit der doppelten Spannung entsteht die vierfache Verlustleistung, was in Form von Wärme frei wird. Daher wird in Datenblätter für Beleuchtung oftmals einen maximalen duty cycle [D] für das Überblitzen angegeben. Dieser verhindert, dass die freigewordene Wärme die Platine irreversibel zerstören kann. Unsere LED-Beleuchtungen weisen einen maximalen duty cycle [D] von 10% auf.

Neben dem Überblitzen durch Anlegen einer höheren Versorgungsspannung (z.B. 48V), besteht die Möglichkeit eine Beleuchtung durch das Anlegen eines höheren Stroms (z.B. 1A) zu überblitzen. Dies findet hauptsächlich Anwendung bei Beleuchtungen ohne Vorwiderstand, da diese nicht über die Spannung [V] geregelt werden dürfen.

Mithilfe eines Blitzcontrollers kann der beschriebene Blitzbetrieb realisiert werden. Im Hause Falcon hat sich der Blitzcontroller LIC-X256 für das spannungsgesteuerte Blitzen (mit z.B. 48V) und der LIC-CA2 (mit z.B. 1A) für das stromgeregelte Blitzen etabliert.